Montag, 29. Juni 2015

Stoffwechsel - Mein Stoff


Ich bin eingeladen beim Stoffwechsel mitzumachen, einer Einladung, der ich sehr gerne nachkomme. Vielen Dank, LottiKatzkowski und Frau Siebenhundertsachen für Euer Organisieren!!!


Genau an meinem Geburtstag überreichte mir der Hermes-Bote das Päckchen mit meinem Stoffwechsel-Stoff.
Ganz aufgeregt habe ich es geöffnet und zum Vorschein kam ein wunder- wunderschöner Stoff!
Der Stoff passt so gut zu mir, dass er praktisch von mir hätte gekauft sein können. Und doch auch eben wieder nicht. Er ist sehr reduziert, schlicht, klar, grau (Grau geht für mich immer!) und hat eine schöne Struktur. Eine stretchige Seidenmischung! Solch ein Stoff ist mir noch nie begegnet. Edel und komfortabel zugleich.



Beigelegt ist ein Brief, dessen Rückseite eine norddeutsche Landkarte abbildet.
Hinweis oder Ablenkungsmanöver?




Auf diesem Foto sieht man etwas den leichten Seidenschimmer, den der Stoff hat

Meine Stoffpatin regt  - unter anderem -  ein Kleid an. Und dieser Idee komme ich sehr gerne nach.

Sofort hatte ich einen bestimmten Schnitt vor Augen. Ein Kleid, welches genaugenommen meine Mutter mal für mich genäht hat und welches ich zu heiß gewaschen und damit gründlich ruiniert habe. Das Kleid hatte ich damals leider kaum getragen. Den Schnitt kenne ich etwas, aber wie gesagt habe ich es nicht selbst genäht und wäre an dieser Stelle durchaus gefordert. Da die Ferien so unmittelbar vor der Türe stehen, wäre die ärmellose Variante sofort einsatzfähig.
Schnitt Nummer 2 wäre ein Anna Dress. Eine sehr blumige Variante (in kurz) hängt dieser Tage auf meiner Puppe. Etwas ins Stocken geraten, weil mir der geblümte Stoff grade zuviel ist.
Hingegen eine schlichte, edle Variante - lang und mit Schlitz - aus dem Stoffwechsel-Stoff könnte diese Blockade vielleicht auflösen.

Das sind so meine ersten Gedanken zum Stoffwechsel-Projekt. Viel Zeit zum Grübeln und Hin- und Herüberlegen bleibt mir ohnehin nicht, da in zweieinhalb Wochen in Berlin bereits die großen Sommerferien anfangen. Dann habe ich keine Zeit mehr und könnte das neue Kleid schon gut gebrauchen.

Eine spannende Sache!!!

Also, liebe Stoffpatin, ich bin schwer begeistert von Deinem Stoff! Er trifft voll ins Schwarze und bin schon in leichter Anspannung, ob es mir auch gelingt was Schönes daraus zu nähen.





Mittwoch, 24. Juni 2015

MeMadeMittwoch - im roten Kleid


Das rote Kleid.

Genäht nach dem selben Schnitt wie dieses Kleid. Und auch schon unmittelbar danach. Ein, zwei Male hatte ich es auch an. Als die schönen Tage kamen, habe ich es zu den "warmen Sachen" in meinem Schrank gelegt und nicht damit gerechnet, es vor Herbst wieder hervorzuholen.
Obwohl ich es besser wissen müsste. Denn ich habe dieser Tage Geburtstag und weiß daher genau, dass das Wetter fast jedes Jahr um diese Tage so ist. Regnerisch, kalt und unbeständig.
Ich lehne mich mal an dieser Stelle mal aus dem meteorologischen Fenster und prognostiziere baldige Wetterbesserung!!!

Gestern habe ich das rote Kleid wieder hervorgeholt und kann damit dem Wetter prima trotzen.

Die Fotos sind aufgrund des mageren Lichts etwas wenig kontrastreich. Aber sie zeigen das Kleid ziemlich genauso wie es ist. Ein absolut unkompliziertes Lieblingskleid!

Auf Anraten von Frau Frauenoberbekleidung (Danke nochmal liebe Sylvia, für den tollen Tipp!) habe ich dieses Mal zuerst den Halsausschnitt versäubert und danach die Schulternähte geschlossen. Das näht sich viel leichter!






Und anstatt Jäckchen kommt mein graues Tuch zum Einsatz. Und ja, eine lila Strumpfhose.



Schnitt: Knipmode 01/2014
Stoff: roter Baumwolljersey mit Elasthan vom Nähkontor


Und hier geht es zum MeMadeMittwoch-Blog.
... wo Lucy in farbenfroh gemusterter Sommergarderobe ein regelrechtes Statement setzt!





Freitag, 19. Juni 2015

Tücherstricken

Schon ein paar Tage fertig, jedoch noch nie gezeigt habe ich mein Lacetuch. Gestrickt in 07/14 bis 04/15.
Das Garn (ein Sockengarn) fand ich in einem kleinem Laden nahe der Ostsee in deren Restekiste. Es war an meinem Geburtstag und die zwei Knäule waren reduziert. Es war klar, dass ich sie kaufen musste.
Die Inspiration zum Tuch ist aus einer Ausgabe der Zeitschrift "knitter". Da ich nicht sicher war, wie lang 17 Rapporte/ 240 Maschen letzen Endes rauskommen und ich das Garn restlos verstricken wollte ...


... habe ich an den Enden einen jeweils schmalen Streifen angefügt. Die Streifen verhindern das Einrollen ein klein wenig.





Das Tuch passt eigentlich nicht - wie ursprünglich geplant - zu meinen Sommersachen. Der Farbverlauf ist sehr eigen und insgesamt ist es viel dunkler, als ich es auf dem Knäuel vermutete.
Ein paar Male hatte ich es jedoch schon unterm Wintermantel an.

Völlig verliebt bin ich momentan in mein neu angefangenes rotes Dreiecktuch namens "Naiada" nach einem Entwurf von Martina Behm. An dem Entwurf stimmt für mich bislang schon mal alles. Ein kleiner Rand von zwei Maschen (oben im Bild) bilden den Rand, ein paar krausrechte Maschen an der unteren Kante verhindern das lästige Einrollen.
Das Wellenmuster lässt sich zwar schön stricken, aber kränzchen-geeignet ist es keinesfalls. Der Rapport zieht sich wegen des Randes über 40 Reihen und ich muss viel nachschauen.



Rein rechnerisch könnte ich circa im März nächsten Jahres damit fertig sein ...







Sonntag, 7. Juni 2015

FJKA 2015 - Finale der Herzen


Heute ist "Nachzüglertreffen" des Frühlings-Jäckchen-Knit-Along 2015. Im Bloggerkreisen auch liebevoll "Finale der Herzen" genannt.

Meine Fotos sind gestern unter erschwerten Bedingungen entstanden
die Außentemperatur betrug etwa 35 Grad
die Innentemperatur immerhin noch 25 Grad (für mich plus Jäckchen Jacke)
Der kleine Fotograf hatte eben ein anstrengendes Fußballspiel hinter sich gebracht ... wenngleich auch gewonnen ... Kinder von bloggenden Müttern habe es ohnehin schwer ... mit der letzten Kraft dann noch eben die Fotos gemacht.

Doch nun zur Jacke. Nachdem ich die Ärmel reingenäht hatte, war auch mir klar, dass es kein "Frühlingsjäckchen", sondern ein amtliche und ausgewachsene Herbst-, Übergangs- wenn nicht sogar Winter- Jacke geworden ist. Das hätte man auch schon vorher an dem warmen Wolle-Alpaka-Gemisch erahnen können. Bei Strickbeginn war mein Hirn jedoch offenbar noch komplett auf Kälte gepolt. 
Ich zweifle jedoch nicht im geringsten an der Einsatzfähigkeit der Jacke. An manchen Frühlingsabenden hätte sie durchaus schon zum Einsatz kommen können. Aber jetzt hält der Sommer Einzug, hoffentlich.

Das gute Stück hat mich doch einige Zeit gekostet. Was besonders aufgehalten hat, waren das Lochmuster und die Ärmel, weniger die Nadelstärke (2,5er) Beim Fernsehen oder in Gesellschaft habe ich hie und da einen Fehler ins Lochmuster eingebaut. Und wer mich kennt, der weiß wie schwer ich darüber hinwegsehen kann (nämlich gar nicht) und immer wieder aufgetrennt habe.

Lange Rede kurzer Sinn - die Jacke ist fertig und ich bin sehr zufrieden mit ihr!



Ich wollte euch doch noch zeigen, wie ich das mit dem "Strickliesel"-Bindeband meinte.


Durch die Öffnung in der Seitennaht fädeln ... vorne durchs Lochmuster fädeln ...


... und zwei Mal um die Taille schlingen.



Fertig!!
mein Gesichtsausdruck ist der Wärme, äh Hitze, geschuldet

Das Bindeband lässt Varianten zu - ich kann es auch weglassen. Erfahrungsgemäß, und spätestens auf dem Fahrrad, finde ich die Möglichkeit die Jacke schließen zu können aber doch ganz brauchbar!




Mal sehen, vielleicht nähe ich den Kragen seitlich mit ein, zwei Stichen fest, damit er so in Position bleibt.
Gewaschen habe ich die Jacke noch nicht, vorerst bin ich mit der Passform zufrieden und dass darf ruhig so bleiben!

Ich switche jetzt zum MMM*-Blog, wo sich sicherlich das eine oder andere Jäckchen heute noch einfindet!

Mein persönlicher Dank geht an Susa und Wiebke, ohne deren liebevolle, humorvolle und aufmunternde Begleitung die Jacke, sicherlich noch ein Dasein als UFO im Strickkorb fristen würde.Es hat wieder Spaß gemacht!