Donnerstag, 27. November 2014

Herbstferienprojekt: Sampler


Schlappe zehn Jahre sind vergangen, seit ich diese Decke angefangen habe.

Mein erster Quilt. Ich erinnere mich noch gut an jeden einzelnen Block. Damals waren meine Kinder noch ganz klein, und ich genoss es, mich abends ein bisschen auszuklinken und mich dem meditativen Hin- und Herschieben von Stofffitzelchen hinzugeben.

Geschlagene neun von den zehn Jahren davon lag er irgendwo herum und wartete auf eine Fertigstellung. Von einer Ecke in die andere habe ich ihn gelegt. Das Ding war, ich hatte Großes mit ihm vor.
Von Hand gequiltet sollte er sein, verschiedene Techniken sollten an ihm sichtbar sein. Außerdem ist er gar nicht klein. Er misst in etwa 1,60 x 2,00 Meter.




Mit meinen hohen Ansprüchen, alles Erdenkliche in diese Näharbeit reinpacken zu wollen, stand ich mir ganz schön im Wege und die Zeit verrann, ohne dass etwas passierte. In den letzten Herbstferien schließlich, habe ich ihn kurz entschlossen fertig genäht, und zwar mit der Maschine. Es waren verblüffend wenige Nähte, die noch zu nähen waren.

Ein Sampler ist ein Quilt, an dem man verschiedene Motive und den damit verbundenen Techniken ausprobiert. Vierecke, Quadrate, Dreiecke, Kreise. Die so genannten Blöcke werden dann, durch Stege getrennt, ohne große Komposition nebeneinander gesetzt.

Neben klassischen Patchworkstoffen, von denen ich damals noch nicht so viele hatte, habe ich viele Uni-Stoffe von I*kea eingesetzt. Die Rückseite ist in einem schlichten einfarbigen Grün.

Hier noch ein paar Böcke im Detail:

Log Cabin, Blockhaus
grün = Feuer, helles Dreiecke= das Haus, rotes Dreieck steht für den entstehenden Schatten, oder auch andersherum ...



Nine Patch



Drunkard Path (Pfad des Betrunkenen)



Rundungen, frei gestaltet


Dreiecke



Plastisch eingenähte Quadrate, eine japanische(?) Technik, deren Namen ich nicht mehr weiß



Ich bin so froh und erleichtert dass ich dieses langwierige Kapitel nun beendet habe. Und liebe es, nun jeden Morgen mein Bett zu machen!





Mittwoch, 19. November 2014

MMM* - Wasserfall Shirt

Der kleine Sohn ist zuhause, weil er etwas kränkelt.
Das gibt mir die Chance die Foto zwischendurch, draußen (drinnen ist es ja viel zu dunkel) und mitten am Tag zu machen.

Das Shirt habe ich aus einem Doubleface-Jersey vom Nähkontor genäht. Aus zwei Meter Stoff habe ich zwei Langarm-Shirts rausgekriegt!
Das andere Shirt ist ein Renfrew-Rollkragen-Shirt, das frisst natürlich den größten Anteil.
Habe ich schon geschrieben, dass ich süchtig nach diesem Schnitt bin? Die leichte Verarbeitung und der hohe Bequemlichkeitsfaktor sind nicht zu toppen. Außerdem ist es durch den Kragen mollig warm. Im Moment ist es leider in der Wäsche.

Zurück zum heutigen Shirt - der Schnitt ist aus burdaStyle 10/2014. Dort wird es in verschiedenen Varianten vorgestellt. Frau Sachenmacherin trägt es hier als Kleid, Anne hat sich das Patchworkshirt genäht.

Beim nächsten Mal klappe ich die Teile auch wieder korrekt gegeneinander, das ist bei diesem Exemplar etwas schief gegangen. Ruckzuck war es aber schon festgenäht, als ich es erst entdeckte. Das stört mich aber nicht sehr. (siehe Halsausschnitt/ Schulter)
Der Doubleface lässt sich beidseitig verwenden. Das Schöne an dem Stoff ist das leicht muschelige beim Betrachten. Es ist keine reine Farbfläche, sondern der Farbton setzt sich aus feinen Fasern zusammen.




Das Shirt ist mir heute viel zu nackt am Hals, schnell einen feinen Schal umlegen.







MeMades:
Shirt
Rock (knipmode 07/2013)
Elefantenkringel


Gastgeberin beim Me Made Mittwoch-Blog ist heute Lucy, im neuen, lemmingschnittverdächtigen Dakota-Kleid. Hier gehts lang!





Montag, 17. November 2014

WKSA 2014 - Teil 1


16.11.2014 WKSA Teil 1
Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammen gesucht / Weihnachten? Ist nicht noch Sommer? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011


Als ich gestern alles zusammengetragen hatte, (Text, Ideen, welcher Schnitt) war es plötzlich ganz schnell zu dunkel um noch meine Stoffe abzulichten.
Auch heute war es schon dämmrig, als ich endlich dazu kam - man sieht bereits das Blau der Dämmerung im Foto. Außerdem ist es unscharf; aber um einen Eindruck zu bekommen, muss es reichen.





die Stoffe von links nach rechts:
petrolfarbender Tweed vom Nähkontor (die 1,5 m reichen eher für ein ärmelloses, oder Trägerkleid)
blauer Wollstoff vom Markt (ebenfalls1,5 m)
grauer, weich fallender Stoff, vom Herrenausstatter (mehrere Meter)
Karostoff in Grautönen vom Markt (2 m)
beige-grau gemusterte Seide (ein edler Stoff, der auf Umwege zu mir kam, 0,90 x 2m) -als Kleiderstoff gut geeignet, ich hadere etwas mit der Farbe

Die Teilnahme beim Weihnachtskleid-Sew-Along ist für mich Premiere. Ich war immer beobachtend dabei, aber ich hatte nie die nötige Ruhe mir ein aufwendiges schönes Kleid zu nähen.

Als erstes verbiete ich gleich mal meinem inneren Kritiker das Maul, wenn wieder solche Fragen nach der Praktikabilität aufkommen, wie:
Wie wasche ich so ein (möglicherweise) Wolle enthaltenes festliches Kleid?
 ...so oft trägst Du das Kleid doch gar nicht, lohnt sich der Aufwand denn überhaupt?
bla bla bla  ...
So ein Sew-Along/ Knit-Aong in netter Runde hat mich bislang immer ganz schön ans Ziel und in meinen Fähigkeiten um einiges weitergebracht. Und dieses Jahr will ich dabei sein, Punktum!


Welcher Schnitt? mit meinen mageren Kleidernähkenntissen setze ich mal auf bewährtes  - in der engeren Auswahl sind u.a.:

Dodokleid
Shiftkleid aus burdastyle 09/12
Kleid Belfort (Schnittquelle)


Ich habe also schon ein paar Vorstellungen, wenn auch noch keine konkrete Idee. Ich schaue jetzt mal, was die anderen Teilnehmerinnen so planen und sammle Inspirationen auf dem MMM*-Blog! 
Gastgeberin Dodo ist auch noch auf der Suche nach dem geeigneten Schnitt zum Stoff.Bis zum nächsten Termin sind ja noch ein paar Tage hin. Auf alle Fälle kommt schon mal was ins Rollen und das ist gut so!