Montag, 26. Januar 2015

Stoffspielereien - "Ecken"


Meine menschliche Schwachstelle, um es mal mit Lucys Worten zu beschreiben, ist mein Verhältnis zu den Stoffspielereien.
Ich finde es eine tolle, tolle, tolle Aktion und vermisse es nie mir die Ergebnisse anzuschauen. Ich nehme auch sehr gerne daran teil, aber fast jedes Mal wenn ich das angekündigte Thema lese, stehe ich erstmal auf meinem gedanklichen Schlauch. Mir fällt nix ein!
Am Tag der Stoffspielereien dann, die ich mir schon morgens zu Gemüte führe, schmule ich dann etwas bei den anderen Teilnehmerinnen und klatsche mir an die Stirn. Warum ist mir das denn nicht eingefallen oder warum habe ich denn nicht in jenes Buch (von denen ich eine Menge besitze) reingeschaut, um mir eine Inspiration zu holen.
So oder so ähnlich jedenfalls läuft es ab.

Wenn ich dann eine Inspiration habe, fange ich schnell an was zu machen und manchmal wird etwas daraus. Je nach dem wie viel Zeit ich an den jeweiligen Tag habe.

Um es kurz zu machen: Ich fange immer viel zu spät damit an.


Aber nun zum eigentlichen Thema, Verspätung hin oder her:
Eine Technik, die ich schon immer mal ausprobieren wollte, ist das so genannte "Patchworkstricken" auch "Domino Knitting" genannt. Hierbei werden kleine Vierecke während des Strickns gleich aneinandergearbeitet, (prima Restverwertung!!!) das Zusammennähen entfällt.
Ich besitze zwei Bücher zu dem Thema und habe mir aus beiden das Nötige zusammengesucht.

Die Maschen werden im "französischen Anschlag" angeschlagen.
Zuerst wird eine Schlaufe gebildet, aus der man mit der rechten Nadel eine Masche strickt. Diese hebt man auf die linke Nadel. Das Ganze wiederholt man so lange bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist.

Im folgenden Bild zeige ich bereits gestrickte Ecken. Ein Teil der Maschen sind angestrickt, die andere Hälfte wird dazu angeschlagen.


Die mittlere Masche wird markiert. Eine Masche abheben, zwei zusammenstricken, die beiden zusammengestrickten Maschen über die Erste haben.




fertig!


Die Randmaschen werden besonders gestrickt, das erleichtert das spätere Anstricken.
Die letzte Masche einer Reihe wird links gestrickt, in der Rückreihe wiederum wird diese nun erste Masche lediglich abgehoben.


Ich habe "kraus rechts" gestrickt, das selbe funktioniert natürlich auch "glatt rechts", oder mit erhabenen Streifen, etc.
Weitere Vierecke (links oder rechts daneben) werden ebenso angestrickt. Ein Gestaltungselement ist die diagonal verlaufende Linie, die natürlich ebenso in die andere Richtung verlaufen kann.

Ein Projekt für diese Technik habe ich allerdings noch nicht. Wenigstens habe ich es nun mal ausprobiert, es ist leichter als es vielleicht aussieht.

Zum Thema "Ecken" passt auch noch mein Chevron Kissen, nach einer Idee von hier.
Die schrille Farbgebung ist dem Inhalt meiner Restekiste geschuldet. Die Stoffe sind allesamt Kordstoff-Zuschnitt-Überbleibsel von genähten Kleidungsstücken.



Die Stoffspielereien zum Thema "Ecken" werden heute, Äh, wurden gestern von Frisfris gesammelt. Danke für die Initiative!





Kommentare:

  1. Patchworkstricken macht süchtig - aber ich habe eben mit Schrecken gesehen, dass ich meine Traumjacke schon 2 Jahre in Arbeit habe...
    http://prinzenrollen-blog.blogspot.de/2012/12/macht-suchtig.html
    Wie gut, dass du das wieder mal in Erinnerung rufst. Das soll nicht der Abschreckung dienen - ich bin einfach eine lausige Handarbeiterin. Und gerade für die finde ich das die ideale Technik - man hat keine endlos langen Reihen auf der Nadel, sondern man kann "immer noch mal eben" ein Patch fertig stricken...
    Gruß, Petra

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  2. Oh, vielleicht lerne ich das ja auch noch einmal. Danke jedenfalls sehr für das super Tutorial! Und dein Trägerkleid ist ein äußerst hübsches Teilchen! Steht dir super!
    Hab eine feine Woche
    Elisabeth

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  3. Erstmal muss ich mich entschuldigen dass ich dich gestern nicht verlinken konnte, war den ganzen Tag unterwegs (und habe kein smartphone).

    Das Patchworkstricken finde ich super. Ideal für eine kleine (oder große Decke) oder ein Kissen, das merke ich mir gleich mal, das könnte ja vielleicht auch meine Tochter selbst... hehe.
    Und ganz toll finde ich natürlich auch das Chevronkissen. Die Farben sind knallig, aber schön.

    Besonders lobenswert finde ich es natürlich, dass du der menschlichen Schwachstelle zeigst, wo der Frosch die Locken hat. :D
    LG frifris

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    1. ...uuund eine kleine Recherche ergab, dass meine ursprüngliche Wendung "wo der Hammer hängt" die mir zu derb erschien, nun geradezu mauerblümchenhaft erscheint. Pardon.

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    2. Hihi
      ... wo der Frosch die Locken hat ...
      wie süüüüß!!!

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  4. Ha, da weiß ich was: Bei mir im Blog stehen ja schon die Themen für die nächsten Monate. Ich zeig dir einfach vorab per Email, was ich mache - dann platzt bei dir vielleicht ja der Knoten schon ein bisschen früher. Als nächstes: Chenille, da denke ich gerade nach.
    Das Dominostricken sieht kompliziert aus, aber ich glaube dir, dass es geht. Vielen Dank fürs Mitmachen, lg Suschna

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  5. Erstmal Danke für den Tip mit der Leder-Bezugsquelle! :)

    Die menschliche Schwachstelle... achja. Hm. Sowas habe ich auch, und sie tritt gerne in Kraft, wenn ich ein bestimmtes Thema erarbeiten "muss" (zu dem man vielleicht sonst gar keine Schwierigkeiten hätte, wenn man denn nicht "müsste"). Kann ich also verstehen.

    Auf Patchworkstricken wäre ich gar nicht gekommen, muß ich zugeben. Eine Decke sieht in der Technik sicher bombastisch aus, aber da möchte ich die Fäden nicht vernähen ;)

    Liebe Grüße
    Katrin

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